Gute Pädagogik in Risikozeiten. Corona macht auch was mit dem Team.

Wir sind zurück in Phase grün. Braucht es überhaupt noch eine Veranstaltung zum Thema „Gute Pädagogik in Risikozeiten“? Das Kolleg und das ThILLM waren sich einig: Unbedingt! Nun ist Zeit, zurückzuschauen und zu reflektieren: Wie haben wir die Pandemiezeit erlebt und gestaltet? Am 28.06.2021 ging die Reihe „Gute Pädagogik in Risikozeiten“, die das Kolleg in Kooperation mit dem ThILLM durchführt, nun schon in die dritte Runde, diesmal zum Thema „Corona macht auch was mit dem Team.“ Ein herzlicher Dank gilt der Referentin Kerstin Reitzig, die mit viel Energie, interessantem Input und einer Portion Humor einen sehr spannenden workshop gestaltet hat!

Um herauszufinden, was Corona mit dem Team gemacht hat, richteten wir unsere Aufmerksamkeit zuerst auf die einzelnen Teammitglieder. Jedes Team besteht schließlich aus Individuen. Es sind ihr Zusammenwirken, das Gefühl von Zugehörigkeit, die gegenseitige Unterstützung, geteilte Informationen und Visionen, die eine Gruppe von Einzelkämpfer*innen zum Team machen. Jede*r bringt sich ein. In den letzten Monaten hat Corona jedes Teammitglied beschäftigt – in welcher Form auch immer. So individuell wie die Teammitglieder sind, so individuell ist auch ihr Umgang mit der Pandemie. Unterschiedliche Ängste, Belastungen und Bewältigungsstrategien kommen im Team zusammen und rütteln an seinem Fundament. Wie kann es gelingen, dass das Team an dieser Stelle nicht zusammenstürzt, sondern vielleicht sogar noch stärker aus der Krise herausgeht?  

Im intensiven Austausch wurden die Pandemie und ihr Wirken auf Individuum und Team reflektiert und konnten wertvolle Stützpfeiler, Ideen und Gedanken gesammelt werden. Die Zusammenarbeit im Team kann in Krisen eine Ressource sein. Dafür ist jedoch eine offene, regelmäßige Kommunikation notwendig, für die, wenn nötig, alternative Wege gefunden werden. Zoom-Calls mit Kolleg*innen in Quarantäne ermöglichen es beispielsweise, alle auf dem aktuellen Stand zu halten, niemanden auszugrenzen oder zu verlieren. Füreinander da zu sein, einander ehrlich zuzuhören und zu versuchen, die Perspektive des Gegenübers zu verstehen, ist gerade in Risikozeiten wichtig. Genauso gehört dazu, sich gegenseitig Mut zu machen und sich über Erfolge – so klein sie auch sein mögen – gemeinsam zu freuen. So kann das Zusammengehörigkeitsgefühl auch unter schwierigen Umständen erhalten bleiben oder sich vielleicht sogar intensivieren.

Um nun tatsächlich gestärkt aus der Krise herauszugehen, gilt es, im Team gemeinsam zu reflektieren: Was ist uns (noch) nicht gut gelungen? Was wollen wir verändern? Aber auch: Was lief gut? Worauf können wir stolz sein? Was wollen wir beibehalten?   

 

Quellen: Bilder Urheberrechte Kerstin Reitzig, Autorin Ida Siebenhaar und Elke Lorenz

Gute Pädagogik in Risikozeiten. Corona macht auch was mit dem Team.

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